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Zweifacher Landesmeister 2017 und 2018
Martin Bach bändigt das Bergmonster

Rennfahrer Martin Bach aus Schönberg ist ein Dauerbrenner im Motorsport. Ihm gelang nach 15 jähriger Pause 2016 ein überaus erfolgreiches Comeback. Mit seinem knallgelben Mitsubishi Evo 6 RS, der auf der Rennstrecke ein echter Blickfang für die Zuschauer ist, sorgt der Lizenzfahrer des AMC St.Vith seitdem für Furore. Denn er wurde zweimal in Folge, 2017 und 2018, Landesmeister im Bergrennsport. Und das mit inzwischen immerhin 54 Jahren.

Die Mission Titelverteidigung war 2018 für den schnellen Ostbelgier alles andere als ein Kinderspiel. „Bei einem solch hochgezüchteten Auto sind technische Probleme nicht selten“, gibt er zu bedenken: „Das Fahrzeug lief im ersten Rennen sowie bei den Läufen zuletzt perfekt. Doch da zwischen hatte ich mit einer defekten Drosselklappe zu kämpfen und konnte die Kraft des Wagens nicht so entfalten, wie ich wollte.“
Zwischenzeitlich war der Weg zum zweiten Titel in der Tat eine enge Kiste. Doch Martin Bach, der in St.Vith ein Autohaus betreibt, schaffte es, das 570 PS starke allradgetriebene „Bergmonster“, zu bändigen und dank seiner Routine die Spitzenposition in der Punktetabelle im Laufe der Saison zu festigen.

Zum Schluss durfte er sogar vorzeitig triumphieren, ohne den letzten Lauf, den er dann noch gewann, abzuwarten.
Comeback nach 15 Jahren
Seine Rennsportkarriere begann Martin Bach 1985 im Rallyesport schwenkte später auf Bergrennen um, wo er bis 2001 erfolgreich in der Provinzmeisterschaft im Einsatz war. Seine Rennautos: Opel Kadett, VW Golf und Opel Corsa. „Und 1998/99 wurde ich Interprovinz- und Provinzmeister in einem Seat Ibiza Diesel“, erinnert sich der Schönberger.
Trotz seiner langen Abwesenheit vom aktiven Motorsport zeigte sich, dass jemand, der Benzin im Blut hat, das Rennfahren nicht so einfach verlernt. Bei seiner Rückkehr auf die Rennstrecke nach 15 Jahren in der Saison 2016 peilte der Ostbelgier ein ehrgeiziges Ziel im Bergrennsport an, nämlich den nationalen Meistertitel aller Klassen in der Tourenwagenwertung. Und so legte er sich den spektakulären Mitsubishi Evo 6 RS des ehemaligen Schweizer Champions Hans Schori zu. Es folgte zunächst ein Lernjahr mit den üblichen technischen und fahrerischen Höhen und Tiefen. Doch dann wurde 2017 der Traum vom Landesmeistertitel wahr. Und 2018 legte er nochmal nach.
Für diese Leistungen wurde der Ostbelgier bei den RACB Awards vom Automobilsport-Landesverband geehrt. Auch durfte er sich als Sportler des Jahres der Stadtgemeinde St.Vith feiern lassen.
Trotz dieser Erfolge bleibt Martin Bach mit beiden Füßen auf dem Boden, denn er kennt seine Grenzen: „Wir sind alle keine Thierry Neuvilles, sondern Amateurfahrer, die ein schönes Hobby betreiben.“
Ans Aufhören denkt der amtierende Meister noch nicht: „Im kommenden Jahr möchte ich wieder um den nationalen Bergrenntitel fahren.“ (hs)